Titandioxid macht die Farbtrends 2018

Von der Farbe unserer heimischen Schlafzimmerwände bis hin zu den Farben, die wir mit unseren Lieblingsmarken assoziieren – Farbtrends haben einen größeren Anteil an unserem Leben, als man vermuten könnte.

 
Seit Jahrhunderten schreibt man den verschiedenen Farben einen nachhaltigen Einfluss auf Stimmungen und Gefühle zu, was sich letztlich auch in unserem Sprachgebrauch niedergeschlagen hat: Man sieht wahlweise schwarz oder rot, ist grün vor Neid und betrachtet die Welt durch eine rosarote Brille. Zudem gelten viele Farben heute als allgemein akzeptierte Symbole für das eine oder andere. Rot steht für Gefahr ebenso wie für Wohlstand, Violett und Gold werden mit Luxus und Reichtum assoziiert und Weiß ist die Farbe der Reinheit oder des Neubeginns. Mit anderen Worten: Ohne all die leuchtenden Farben, die uns umgeben, wäre das Leben im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich grau.
 
Alle Farben dieser Welt
Wenn es ums Thema Design geht, kann man die Bedeutung von Farbe gar nicht genug hervorheben. Um aber leuchtstarke und beständige Farben zu kreieren, benötigt man entsprechende Materialien und Pigmente. Titandioxid ist nicht nur das zentrale Pigment für die Herstellung weißer und heller Farbtöne, es kommt auch bei der Produktion zahlreicher Pastellfarben zum Einsatz. So wird Titandioxid von Farben- und Tintenherstellern auf breiter Front genutzt, um Farben zum Leben zu erwecken.

Als renommierte Farbinstanz und Entwickler des weltweit genutzten Farbreferenzsystems PMS, weiß das Unternehmen Pantone sehr genau, wie wichtig es ist, Farben in den verschiedenen Tönen und Abstufungen so exakt und lebendig wie nur möglich wiederzugeben.

Dazu ein Firmensprecher: „Wenn man bedenkt, dass 80 % der menschlichen Wahrnehmung durch die Augen gefiltert werden, wird schnell klar, wie wichtig die Auswahl von Farben ist.“

Ein „ultraviolettes“ Sofa in einem türkisfarbenen Raum
 
Ein Jahr der Farbe
Jedes Jahr gibt das Pantone Color Institute einen Report heraus, in dem die Trendfarben der kommenden Saison vorgestellt werden. Zudem kürt Pantone selbst eine Farbe des Jahres.

Für 2018 haben die Pantone-Experten ein leuchtendes Lila gewählt, das sie Ultraviolett nennen. Die Farbe wird dabei beschrieben als „ein dramatisch provokantes und zugleich tiefgründiges Lila.“ Damit knüpft das Unternehmen nahtlos ans Jahr 2017 an, als es in Erinnerung an das extravagante Pop-Genie Prince einen neuen Violettton vorstellte.

Zudem assoziiert Pantone die Farbe mit Kühnheit und Innovation. Laut Pantone Executive Director Leatrice Eiseman „kommuniziert die Farbe Originalität, Genialität und ein visionäres Denken, das uns den Weg in die Zukunft erkennen lässt. Von der Erkundung neuer Technologien und der galaktischen Unendlichkeit bis hin zu künstlerischem Ausdruck und spiritueller Einkehr – das intuitive Ultraviolett ist unser Licht auf dem Weg zu alldem, was uns in der Zukunft erwartet.“

Für die Trendexperten des Pantone Institute definieren sich auch die übrigen Farben für 2018 durch ihre Kühnheit und Leuchtkraft. So finden sich in ihrem Farbtrendreport dramatische Töne wie Ilexbeerenrot und Schwefelgelb neben tiefen „neuen“ neutraleren Farben.

Mehr zu den Pantone Farbtrends für 2018 finden Sie hier:

http://www.designbuildideas.eu/get-inspired-pantones-color-trend-predictions-for-2018
 
Mehr als nur Brillantweiß
Farbstandards sind keineswegs ein Luxus. In den Bereichen Druck und Design tragen sie maßgeblich dazu bei, dass die Farbe des jeweiligen Endprodukts konsistent ist – sei es eine gestrichene Wand, ein gedrucktes Poster oder ein gewebter Stoff. Entscheidend ist, dass der Kunde genau den Farbton erhält, den er auch erwartet. Ob man dabei nach Pantone, RAL oder British Colour Standards arbeitet, ist nicht so wichtig. Denn jeder dieser Standards bietet dem Nutzer verbindliche Leitlinien für die exakte Wiedergabe der in ihm enthaltenen Farben.

Um ihren Produkten eine fantastische Leuchtkraft zu verleihen, setzt die Farb- und Tintenbranche auf leistungsstarke, langlebige Pigmente. Titandioxid (TiO2) wird seit dem frühen 20. Jahrhundert als das stärkste und brillanteste Weißpigment sowie als nicht-toxische Alternative zu bleihaltigen weißen Farben genutzt.

Allerdings findet sich Titandioxid aufgrund seines hohen Brechungsindex auch in den meisten anderen Farbtönen. Alle Pigmente absorbieren und streuen Licht mit unterschiedlicher Intensität. Dabei gilt: Je höher der Brechungsindex der Substanz, desto besser kann sie Lichtwellen beugen und streuen, was wiederum für eine besonders intensive Farbwirkung sorgt.

TiO2 besitzt den höchsten Brechungsindex aller bekannten Substanzen, einschließlich Diamant. Deshalb ist Titandioxid ein begehrter Zusatz, wenn höchste Farbkonsistenz gefordert ist.

Blauer Lehnstuhl in türkisfarbenem Raum
 
Nichts, wohinter man sich verstecken könnte
Bei der Gestaltung von Innenräumen müssen Farben nicht nur satt und leuchtkräftig sein, sondern auch Deckkraft und Langlebigkeit bieten.

Titandioxid verleiht Farben eine besonders hohe Deckkraft, sodass der jeweilige Untergrund nicht erst nach dem fünften Überstreichen verschwindet. Da Titandioxid dabei deutlich effizienter ist als andere Weißpigmente, wird es gerne genutzt, um Farben in Innenräumen besonderen Ausdruck zu verleihen.

Zudem wird es wegen seiner schützenden Eigenschaften und seiner Langlebigkeit geschätzt. Vor allem die Beständigkeit gegen Sonnenlicht spielt hier eine Rolle. So ist sichergestellt, dass unsere Lieblingsfarben nicht verblassen oder an Ausdruck verlieren.

So hilft uns Titandioxid, uns mit lebendigen, langlebigen und überaus ansprechenden Farben zu umgeben.